// Der Elch

Elch (Alces alces)
Klasse: Säugetiere
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Familie: Hirsche (Cervidae)
Gewicht: Schwedische Elchbullen wiegen 320-550 kg, Elchkühe 250-375 kg.
Größe: Kopfrumpflänge 200-290 cm. Widerristhöhe Bullen 180-210 cm, Kühe 150-170 cm.
Lebensdauer: 20-25 Jahre

Elch Der Elch (Alces alces) ist die größte Hirschart. Das Männchen wird Bulle genannt, das Weibchen Kuh. Eine Kuh, die noch keine Nachkommen (Kälber) bekommen hat, nennt man Färse. Der Elch hat eine Kopfrumpflänge von 2,50 bis 3 m, eine Widerristhöhe von bis zu 2,30 m und ein Gewicht von bis zu 850 kg. Sein Schwanz ist bis zu 10 cm lang. Zwar variieren Körpergröße und Gewicht des Elches je nach Unterart, Lebensraum und Lebensbedingungen, aber im Durchschnitt weisen schwedische Bullen im Herbst ein mittleres Gewicht von rund 450 kg und schwedische Kühe ein mittleres Gewicht von etwa 350 kg auf. Das Gewicht der Kälber variiert stärker, es liegt im Herbst bei 120 bis 150 kg.
Das Elchfell ist rotbraun bis schwarzbraun; im Winter bleicht es etwas aus. Nur die männlichen Tiere tragen ein Geweih. Dieses besteht aus mehrfach gegabelten Stangen (Stangengeweih) oder hat die Form breiter Schaufeln (Schaufelgeweih). Die Spannweite des Schaufelgeweihs kann bis zu 2 m betragen. Wenn der Elchbulle 5 bis 12 Jahre alt ist, trägt er die größten Geweihe. Später sind die Größe der Geweihe und die Anzahl der Schaufelfortsätze rückläufig. In der Zeit zwischen Januar und Februar wirft der Elch sein Geweih ab.
Der Geschlechtsdimorphismus des Elches ist stark ausgeprägt: Der Bulle ist rund 20 % größer als die Kuh. Der Größenunterschied wird allerdings erst bei einem Alter von 5 bis 6 Jahren richtig deutlich. Aufgrund des hohen Jagddruckes erreichen Bullen in Schweden dieses Alter jedoch selten. Kühe, die ein Alter von 15 Jahren oder mehr erreichen, sind hingegen recht häufig.

Verbreitung und Lebensraum
Der Elch kommt in Europa, Asien und Nordamerika vor, wo er in Wäldern und in der Taiga lebt, einem Lebensraum, der von einer Vielzahl an größeren und kleineren Seen gekennzeichnet ist. Südlich von Skandinavien und westlich von Polen wurde der Elch ausgerottet. Im Sommer misst der schwedische Elchbestand 300000 bis 400000 Tiere; im Herbst werden rund 100000 Elche geschossen.

Lebensweise
Im Sommer ernährt sich der Elch vor allem von Blättern, Trieben und Zweigen. Besonders gern frisst der Elch an Espe und Salweide. Was den nordamerikanischen Elch betrifft, gelten die Wurzelstöcke der Seerosengewächse als wichtiger mineralstoffhaltiger Bestandteil der Nahrung. Im Herbst ernährt sich der Elch außerdem von Heidelbeerkraut und Besenheide, es kann aber auch vorkommen, dass er seinen Hunger auf einem Haferfeld stillt.
Im Winter machen Kieferreisig und Zweige von u. a. Birke und Espe die Nahrung des Elches aus.

Die Paarungszeit ist im Herbst, die Tragzeit beträgt 8 Monate (230-240 Tage). Meistens wirft die Elchkuh ein Kalb, Zwillingsgeburten sind aber keine Seltenheit. Das Kalb verbleibt bis zum Alter von einem Jahr bei der Mutter, dann verstößt die Elchkuh das Jungtier.
Die natürlichen Feindes der Elchkälber sind Bär, Wolf und - in Nordamerika - Puma. Gesunde adulte Elche haben keine natürlichen Feinde.
Normalerweise geht der Elch gemächlich, bei Gefahr kann er aber bis zu 60 Stundenkilometer schnell rennen.